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Terminator - Die Erlösung

Terminator Salvation

Action, Science-Fiction. USA 2009. 115 Minuten.

Regie: McG
Mit: Christian Bale, Sam Worthington, Bryce Dallas Howard

Heavy Metal. Die Schlacht Mensch gegen Maschine geht in die nächste Runde: Christian "Batman" Bale als John Connor und Drei Engel für Charlie-Regierabauke McG hinter den Kulissen sorgen für epische Action, und für Arnold gibt's einen spektakulären Cameo!

Filmstart: 5. Juni 2009

 

 

Es geht wieder ans Eingemachte. Wenn alles so ausgegangen wäre, wie von John Connors tougher Mutter Sarah so sorgfältig geplant, dann hätte die Menschheit eine reale Chance gehabt - aber bekanntlich kommt es erstens anders, und zweitens als man denkt, und so steht im Jahr 2018 der Homo Sapiens wieder mal knapp vor der endgültigen Vernichtung. Alles hausgemacht noch dazu, wie man weiß: Schließlich waren es die Menschen selber, die dereinst Skynet kreiert und damit den Grundstein für die Herrschaft der Cyborgs geschaffen hatten.

Und so befinden wir uns nun im Jahr 2018, die Apokalypse hat bereits stattgefunden, es sieht schlecht aus für die wenigen Menschen, die die brutalen Übergriffe der seelenlosen Maschinenwesen bis jetzt überstanden haben. Immer noch ist es ein Mann, auf den sich die humanen Hoffnungen aus Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft konzentrieren: John Connor (nach Edward Furlong und Nick Stahl spielt ihn nun Christian Bale als Erwachsenen), der einst von eben jenem Mann gezeugt worden war, der aus der Zukunft ins Jahr 1984 gesandt wurde, um seine Mutter vor dem ersten Terminator zu retten. John Connor, der mittlerweile mit Kate verheiratet ist, die Teil 3 mit ihm überlebte und nun ihr erstes gemeinsames Kind erwartet (in Der Aufstand der Maschinen spielte sie Claire Danes, die Rolle der erwachsenen Kate übernahm Bryce Dallas Howard). John Connor, der von frühester Kindheit in dem Bewusstsein erzogen worden war, das Schicksal der Menschheit in seinen Händen zu tragen. Eine gewaltige Verantwortung für einen einzigen Mann. Klar, dass man sich sich da schwer tut, neuen Gesichtern Vertrauen entgegenzubringen, erst recht, wenn sie mit derart seltsamen Stories daherkommen: Was ist los mit diesem Marcus Wright (Sam Worthington), der unbedingt Widerstandskämpfer sein will? Er behauptet, jegliche Erinnerung verloren zu haben, nur hin und wieder quälen ihn seltsame Flashbacks. Das einzige, was er noch weiß, ist, dass er zum Tode verurteilt wurde. Aber von wem? Weswegen? Und wann? Es ist nicht einmal klar, ob Marcus aus der Zukunft entsandt oder aus der Vergangenheit gerettet wurde. Vor allem aber ist Marcus ein Cyborg, ein waschechter Terminator - auch wenn er selbst felsenfest vom Gegenteil überzeugt ist und sich für einen Menschen hält.

Dass Marcus aber eine wichtige Rolle im Kampf gegen Skynet spielt, das spürt John Connor ganz genau. Zudem bereiten die Terminatoren ihren finalen Vernichtungsfeldzug gegen die Menschen vor, es muss dringend etwas geschehen. Und so wagen sich John und Marcus auf einen gefährlichen Trip mitten ins Herz der Macht, eine dramatische Odyssee ins tiefste Innere von Skynet, wo sie in der bewegten Geschichte des Maschinenmonsters dem düsteren und unglaublichen Geheimnis der geplanten Auslöschung der Menschheit auf der Spur sind ...

Mit den Terminator-Filmen ist es genauso wie mit den Maschinenwesen selber: Wenn man glaubt, sie endlich niedergerungen zu haben und sie entkräftet am Boden liegen, dann fängt der Spaß erst wirklich an. Erst ein schwaches rotes Glimmen in den elektronischen Augen, dann ein paar Zuckungen - und bald steht das mächtige Ding wieder aufrecht, größer und besser als je zuvor. Nach einigen Rechtsstreitigkeiten ist dieser neueste Terminator-Teil nun in den Händen des jungen Regisseurs McG gelandet - mit dem Segen des "Erfinders" James Cameron, der auch bei der Entwicklung der Story beratend zur Seite stand. McG ("Ja, ich weiß, mein Name ist doof. Aber ich werde seit frühester Kindheit so genannt, und dazu stehe ich!") hat schon der verstaubten Kultserie Drei Engel für Charlie mit viel Spaß and respektloser Verrücktheit neues Kino-Leben eingehaucht, nun setzt er den Terminator neu zusammen. Allerdings mit etwas mehr Ehrfurcht vor dem gewaltigen Erbe: "Es gibt wohl keine zwei Filme auf der Welt, die mich mehr geprägt haben, als die ersten beiden Terminator-Teile“, erzählt der 39-jährige Regisseur, Autor und Produzent. "Beim ersten Teil hab ich mir vor Angst in die Hosen gemacht, und nach dem zweiten wusste ich, dass ich unbedingt Filmregisseur werden will."

Als Hauptdarsteller und zentrale Identifikationsfigur wünschte sich McG von Anfang an Christian Bale, den "großartigsten und glaubwürdigsten Action-Darsteller unserer Zeit". Gemeinsam entwickelte man eine ebenso epische wie actionreiche Story, die einerseits organisch an die Vorgänger anschließt (nach dermaßen vielen Zeitsprüngen ein echtes Puzzlespiel) - und andererseits mit ganzer Kraft vorwärts der Saga neue Perspektiven gibt. Herausgekommen ist ein hypercooler, bombastischer Action-Trip mit Tiefgang, Tempo und tollen Bildern - und einer Besetzung, die sich bis ins Detail sehen lassen kann. So hat Helena Bonham Carter einen kleinen, aber genialen Auftritt als Wurzel allen Übels, Nachwuchsstar Anton Yelchin ist als Johns biologischer Vater Kyle Reese zu sehen. Und ja, klar, auch Ur-Terminator Arnold Schwarzenegger höchstpersönlich hat in Terminator - Die Erlösung einen Gastauftritt, Ehrensache. Allerdings musste sich der auf der politischen Bühne unabkömmliche Gouvernator dafür etwas helfen lassen - stilgerecht von einem genialen Elektronenhirn.

Text:  Kurt Zechner

Credits

Titel Terminator - Die Erlösung
Originaltitel Terminator Salvation
Genre Action/Science-Fiction
Land, Jahr USA, 2009
Länge 115 Minuten
Regie McG
Drehbuch John D. Brancato, Michael Ferris basierend auf Figuren von James Cameron und Gale Anne Hurd.
Kamera Shane Hurlbut
Schnitt Conrad Buff IV
Musik Danny Elfman
Produktion Moritz Borman, Victor Kubicek, Jeffrey Silver, Derek Anderson
Darsteller Christian Bale, Sam Worthington, Bryce Dallas Howard, Arnold Schwarzenegger, Anton Yelchin, Moon Bloodgood, Roland Kickinger
Verleih Sony

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

5 Kommentare

terminator

auf jeden fall empfehlenswert ... einiges bleibt jedoch offen ... also einen fünften teil gibts fix ;-)

6. Juni 2009
20:43 Uhr

von dzeni085

und...

... einen sechsten auch. christian bale hat für 3 filme unterschrieben!!!

7. Juni 2009
11:35 Uhr

von Teenwolf

Gelungener vierter Teil.

Im Vergleich zu vielen anderen Fortsetzungsfilme setzt dieser Teil am ersten Teil an - kann etwas verglichen werden mit Episode One und ist somit keine stupide Fortsetzung.
Action ist gegeben und die Spezialeffekte sind gut eingesetzt worden, immerhin passiert das so alles in neun Jahren also darf es nicht zu futuristsch wirken.

8. Juni 2009
19:41 Uhr

von kinozell

der 1. Teil ist trotzdem noch immer der Beste!

Der Film war gut, aber nicht der Beste Terminator-Teil. Aber ansehen werde ich mir die anderen 2 mit Christian Bale auf jeden Fall auch noch!

25. Juni 2009
11:43 Uhr

von Knolli6

Der 1.Terminator der man nicht sehen sollte

Die ersten Minuten Dialogregie verraten: Dieser Film ist einfallslos und verpatzt.
Erklären sich die Schauspieler gegenseitig die Handlung wird der Zuseher wohl nicht für voll genommen.

Spezialeffekte mäßig, kein Perfektionismus der früheren Filme dieser Trilogie.

Was fehlt: Das Visionäre der letzten 3 Teile.
Als bekennender Terminatorfan kann ich nur sagen, dieses Geld und diese Zeit wurden mir gestohlen.

30. Juni 2009
14:54 Uhr

von axon22

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