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Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere

The Hobbit: The Battle of the Five Armies

Abenteuer, Fantasy, Literaturverfilmung. Neuseeland, USA 2014. 145 Minuten.

Regie: Peter Jackson
Mit: Martin Freeman, Ian McKellen, Richard Armitage, Luke Evans

Jetzt ist es wirklich soweit: Die zweite und endgültig letzte Mittelerde-Trilogie von Peter Jackson geht ins große Finale. Und das verspricht einen wahrlich würdigen Abschluss der epischen Geschichte von Hobbit Bilbo und seiner Heldenreise: In einer riesigen Schlacht zwischen Gut und Böse wird das Schicksal der Welt entschieden. Mitten im Kampfgetümmel: Martin Freeman, Ian McKellen, Richard Armitage, Luke Evans, Evangeline Lilly, Lee Pace u. v. m.

Filmstart: 10. Dezember 2014

Drachenschatz. Wir erinnern uns: Eines Tages stand in der gepflegten Stube von Hobbit Bilbo Beutlin (Martin Freeman, auch als Dr. Watson in Sherlock gern gesehen), dem Onkel von Der Herr der Ringe-Held Frodo, ein seltsamer Landstreicher mit Umhang und langem Bart: Zauberer Gandalf (Ian McKellen), der den biederen Hobbit erst mit einer Horde räudiger Zwerge unter ihrem Anführer Thorin Eichenschild (Richard Armitage) bekannt machte und dann auf eine mysteriöse Abenteuerreise schickte. Es galt, den Drachen Smaug, der im Einsamen Berg auf einem riesigen Goldschatz den Schlaf des Ungerechten schlief, aus seinem Bau zu vertreiben: Denn der Einsame Berg und das in seinen riesigen Eingeweiden erbaute, aus Stein gehauene Königreich Erebor gehört in Wahrheit dem vor Jahrzehnten gemein vertriebenen Volk der Zwerge. Und die wollen es nun unter ihrem rechtmäßigen König Thorin zurückerobern - und den Mega-Goldschatz am besten gleich dazu. Und während andernorts Gandalf in die Falle des Oberbösen Sauron gerät und gefangen gehalten wird, gelingt es Bilbo und den Zwergen mit waghalsigem Extrem-Einsatz, Smaug aus dem Berg zu vertreiben. Doch leider gabs eine gröbere Panne: Statt den mächtigen Drachen wie geplant mit einem Schwall flüssigen Goldes zu töten, konnte der im letzten Augenblick entkommen und fliegt, buchstäblich wutentbrannt, in Richtung der nahen Seestadt Esgaroth, eines von Menschen besiedelten Handelszentrums.

Was haben wir getan? Schockiert wird Bilbo klar, was der zutiefst böse Smaug im Sinne hat: Blind vor Zorn entlädt er seine feurige Rache über der Stadt, die fast völlig vernichtet wird - bis es dem heldenhaften Bogenschützen Bard (Luke Evans), der sich zuvor schon als Helfer von Bilbo und seinen Freunden hervorgetan hat, gelingt, das Untier zu erledigen. Doch die leidgeprüften Bewohner von Esgaroth sehen als wahre Verursacher ihres Unbills nun die Zwerge, die ja den schlafenden Drachen erst geweckt haben und fordern Kompensation - unterstützt von den Elben, die ja historische Gegner der Zwerge sind. Gerne ergreift Elbenkönig Thranduil (Lee Pace) die Gelegenheit, die Rechnung ein für alle Mal zu begleichen.

Gier nach Gold. Doch freiwillig gibt ein Zwerg bekanntlich nichts heraus. Trotz heftiger Warnungen, beharrt Thorin auf dem Schatz, ein bewaffneter Konflikt scheint unvermeidbar. Bilbo beobachtet das Geschehen mit Bangen: Wo bleibt eigentlich Gandalf, der doch in solchen Situationen immer der einzige zu sein scheint, der zumindest irgendeinen Plan hat? Stattdessen erscheint ein anderer auf der Bildfläche, den wirklich keiner gerufen hat: Der mächtige Sauron nämlich, der längst im Hintergrund die Fäden gezogen hat und nun seine große Stunde gekommen sieht. Und so stehen sich auf dem gigantischen Schlachtfeld Zwerge, Menschen, Elben und Orcs gegenüber. Doch halt, im Titel steht doch was von fünf Armeen? Ganz genau, denn den alten, gewitzten Gandalf und seine zahlreichen Verbündeten darf man bis zum Schluss nicht unterschätzen …

Vom Winde verweht, Titanic, Der Hobbit: Es ist immer wieder faszinierend, mit wieviel Begeisterung wir uns Filme ansehen, von denen wir von vorne herein wissen, wie sie ausgehen. Und so wird es auch keine große Überraschung sein, wer die Schlacht der fünf Heere gewinnen wird - ebensowenig wie die Tatsache, dass das epische Abenteuer uns dennoch wieder wie magisch in seinen Bann ziehen wird. Schließlich erzählt sogar Peter Jackson selber, dass für ihn Die Schlacht der fünf Heere nicht nur der Handlung wegen den Höhepunkt seiner Hobbit-Trilogie darstellt: „Dieser Film ist mir der Liebste von den drei Teilen. Er ist der emotionalste und auch der spannendste - und die perfekte Überleitung zu Der Herr der Ringe. Jetzt sind es nicht mehr zwei Trilogien, sondern eine einzige Geschichte in sechs Teilen!

Text:  Kurt Zechner

Credits

Titel Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere
Originaltitel The Hobbit: The Battle of the Five Armies
Genre Abenteuer/Fantasy/Literaturverfilmung
Land, Jahr Neuseeland/USA, 2014
Länge 145 Minuten
Regie Peter Jackson
Drehbuch Fran Walsh, Philippa Boyens, Peter Jackson, Guillermo del Toro nach dem Roman von J.R.R. Tolkien
Kamera Andrew Lesnie
Schnitt Jabez Olssen
Musik Howard Shore
Produktion Carolynne Cunningham, Peter Jackson, Fran Walsh, Zane Weiner
Darsteller Martin Freeman, Ian McKellen, Richard Armitage, Luke Evans, Cate Blanchett, Evangeline Lilly, Christopher Lee, Lee Pace, Hugo Weaving, Aidan Turner, James Nesbitt, Stephen Fry, Orlando Bloom, Ian Holm, Billy Connolly, Sylvester McCoy, Manu Bennett, Graham McTavish, Mikael Persbrandt, Dean O'Gorman, Ken Stott, Bret McKenzie, Peter Hambleton, Ryan Gage
Stimmen in der OV Benedict Cumberbatch
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

6 Kommentare

Vorfreude

Kann den Film kaum erwarten! Liebe das Buch, hoffe der Film wird diesem gerecht!

1. Oktober 2012
23:10 Uhr

von teto

Zurück nach Mittelerde

Ich freu mich schon so drauf!!

3. Oktober 2012
18:29 Uhr

von ladymacbeth

Der Klassiker meiner Jugend

Endlich kommt es zum Finale und Mittelerde kann wieder ein wenig verschnaufen. Kanns kaum erwarten und jetzt wäre es cool, wenn die Vorgeschichten zu "Der Hobbit" und "Der Herr der Ringe" verfilmt würden:)

10. Dezember 2014
16:03 Uhr

von rundanger

Endlich Action beim Hobbit

Von den ersten beiden Hobbits war ich ja nicht so begeistert - das war alles etwas mühsam in die Länge gezogen, schnarch. Der dritte Teil allerdings ist spannend, actionreich und alles andere als langweilig. Orlando Bloom wieder als Legolas zu sehen ist witzig - er schaut wirklich peinlich aus. Ist das früher niemandem aufgefallen??

12. Dezember 2014
09:10 Uhr

von Troublemaker

Tolles Finale

Sicher der beste Teil der Trilogie!

16. Januar 2015
08:41 Uhr

von Haubenkoch

Vom Erebor nach Mordor oder Abtanzen in Mittelerde

Selten ist das Kino so episch und bildgewaltig wie Peter Jacksons Filme über die phantastische Welt von Mittelerde. Im dritten Teil der Hobbit-Trilogie scheint angesichts dem gewaltigen Schlachtengemälde ssogar die Kinoleinwand manchmal zu klein zu werden. Manche mögen Optik, Pathos und die Martialität des zum Leben erweckten High-Fantasy-Brettspiels satt haben - und vielleicht ist auch der bärtige Neuseeländer froh, das Projekt abgeschlossen zu haben. Dennoch: Für Genreliebhaber wie mich ist das Finale Grande der mitreissenden Zwergenoper ein Gemeinschaftskunstwerk an Ausstattung, Kostüme, Kamera und Animation. Ein feuchter Traum für Creative Designer oder jene, die es gerne sein wollen.

10. Februar 2015
22:00 Uhr

von filmgenuss

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