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Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt

The Fifth Estate

Thriller. USA 2013. 124 Minuten.

Regie: Bill Condon
Mit: Benedict Cumberbatch, Daniel Brühl

Er kam, sah & enthüllte: Benedict Cumberbatch (Star Trek Into Darkness) als WikiLeaks-Gründer Julian Assange. Regisseur Bill Condon liefert mit Inside WikiLeaks quasi The Social Network für eine neue Generation: Jetztzeit-Polit-Thrill der besten Sorte.

Filmstart: 1. November 2013

Ein Skandal erschüttert die Welt: 2010 werden hundertausende geheime US-Regierungsdokumente auf der Internet-Plattform WikiLeaks veröffentlicht. Ein Aufschrei geht durch die Medien, als u.a. auf der Website ein Video online gestellt wird, auf dem deutlich zu erkennen ist, wie das US-Heer im Irakkrieg 2007 bei einem Hubschrauberangriff in Bagdad wissentlich den Tod von Zivilisten in Kauf genommen hat.

Die Wurzeln des großen Aufruhrs liegen ein paar Jahre zurück, als Julian Assange (Benedict Cumberbatch) und Daniel Domscheit-Berg (Daniel Brühl) den folgenschweren Entschluss gefasst haben, die Weltöffentlichkeit über die dunklen Machenschaften hinter den Kulissen von Weltpolitik und Großkonzernen zu informieren. Mit ihrer Homepage können sie als Verschlüsselungs-Experten sicherstellen, dass Informanten unerkannt bleiben. Und schon bald gibt es davon jede Menge - WikiLeaks schreibt Geschichte und stellt dabei die klassische Medienberichterstattung auf den Kopf: Die so genannte "vierte Gewalt", wie die Presse als Anspielung auf die drei Staatsgewalten Legislative, Exekutive und Juristiktion auch genannt wird, erhält eine neue Dimension. Doch wie hoch ist der Preis, den man für die Story des Jahrhunderts und eine transparente Gesellschaft zu zahlen bereit ist, wenn man dafür das Leben von Einzelpersonen aufs Spiel setzt?

Regisseur Bill Condon (Twilight - Breaking Dawn, Kinsey, Dreamgirls) beweist diesmal, dass er auch im kreativ inszenierten Thriller zuhause ist. Mit dem erblondeten Sherlock-Darsteller Benedict Cumberbatch - Spezialist für die Darstellung genialer Menschenfeinde - und Daniel "Niki" Brühl als engstem Mitstreiter Daniel Domscheit-Berg gelang ein Besetzungscoup, der mit Stanley Tucci, Laura Linney (The Big C), Carice van Houten (Game of Thrones) und Moritz Bleibtreu auch in den Nebenrollen für höchste Qualität sorgt. Drehbuchautor Josh Singer hat bereits in der Kult-Politserie The West Wing sein Gespür für hochpolitische Inhalte mit zwischenmenschlichen Konsequenzen bewiesen. Das Resultat ist hochspannender Thriller und brisantes Zeitdokument - nur einer ist unzufrieden: Julian Assange, seit Juni 2012 in der Botschaft von Ecuador in London untergetaucht und von Auslieferung bedroht, meldete sich höchstpersönlich per Mail bei Benedict Cumberbatch, um ihm vom Film abzuraten. Zum Glück ließ der sich davon nicht beeindrucken.

Text:  Julia Pühringer

Credits

Titel Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt
Originaltitel The Fifth Estate
Genre Thriller
Land, Jahr USA, 2013
Länge 124 Minuten
Regie Bill Condon
Drehbuch Josh Singer basierend auf den Büchern von Daniel Domscheit-Berg, David Leigh & Luke Harding
Kamera Tobias A. Schliessler
Schnitt Virginia Katz
Musik Carter Burwell
Produktion Michael Sugar, Steve Golin
Darsteller Benedict Cumberbatch, Daniel Brühl, Laura Linney, Carice van Houten, Anthony Mackie, Stanley Tucci, Carice van Houten, Laura Linney, Moritz Bleibtreu, David Thewlis, Anatole Taubman
Verleih Constantin Film

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

2 Kommentare

Arrogant,Selbstgefällig,Unsympathisch !

Insofern entspricht der hier gezeigte Film der Realität.
Obwohl man versucht hat seine Handlungen u. Beweggründe besser darzustellen, als Sie letztendlich waren.
Dies wiederum ist dem blassierten,egoistischen u. unerträglich selbstgefälligen( anmaßenden) britischen Ausnahme-Schauspieler sehr gut gelungen.
Trotzdem bleibt ein schaler Nachgeschmack,ob der etwas einseitigen Betrachtungsweise.
Um Julius Caesar zu zitieren: Ich liebe den Verrat u. verachte den Verräter!
Prädikat: eine nur mittelmäßige Umsetzung, hätte mir mehr erwartet.
3/5 Sterne

22. Oktober 2013
12:41 Uhr

von filmkritik

Anständiges Drama

Brühl und Cumberbatch duellieren sich auf Augenhöhe, das Dilemma, dass man sich gegen manches Unrecht nur mit weiterem Unrecht wehren kann, ist ansatzweise herausgearbeitet, geht aber etwas in der Assange-Kritik unter. Insgesamt werden 2 stunden tolle Darsteller und eine spannende Geschichte geboten.

3. November 2013
19:28 Uhr

von Troublemaker

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