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The Zero Theorem

The Zero Theorem

Drama. GB, Rumänien 2013. 107 Minuten.

Regie: Terry Gilliam
Mit: Christoph Waltz, Mélanie Thierry

Ein Computerhacker (Waltz) bekommt den Auftrag, den Sinn des Lebens zu ergründen, nämlich das Nulltheorem, das besagt, dass alles nichts ist. Doch da war doch noch etwas - und zwar diese Dinge namens Menschlichkeit, Freundschaft, Liebe: irrwitzige Parabel über die Gegenwart.

Filmstart: 5. Dezember 2014

Wer das Geld hat, hat die Macht. Der geniale Programmierer Qohen Leth (Christoph Waltz) lebt in einem Staat, der in allen Belangen von einem mächtigen Konzern gelenkt wird - und in dessen Auftrag versucht er, den Sinn des Lebens zu ergründen, nämlich das Nulltheorem, das besagt, dass alles nichts ist. Doch wie alle, die zu sehr auf Logik und Regeln setzen, vergisst er auf eine wesentliche Unbekannte in der Gleichung: den menschlichen Faktor …

Es liegt wohl nicht nur an einem mysteriösen Filmemacher-Fluch, sondern auch an der schieren Größe und ausufernden Komplexität von Terry Gilliams Projekten, dass sie so oft in der Schlussphase zum harten Kampf für die Filmlegende werden: Das Scheitern seines Don-Quichote-Projekts ist fast legendärer als es der Film hätte werden können, Das Imaginarium des Dr. Parnassus (2009) musste nach dessen Tod ohne Hauptdarsteller Heath Ledger fertiggestellt werden - und auch The Zero Theorem war alles andere als ein Spaziergang, der Weg ins Kino dauerte über zwei Jahre. Doch jetzt gibt es diesen aberwitzigen Bilderbogen von SciFi-Film, der quasi die Geschichte von Gilliams legendärem Klassiker Brazil weiterspinnt, endlich bei uns zu sehen - mit einer überraschenden Performance von Christoph Waltz und sehr ungewöhnlichen Auftritten von Tilda Swinton, Matt Damon, David Thewlis, Lily Cole u. v. m.

Text:  Kurt Zechner

Credits

Titel The Zero Theorem
Originaltitel The Zero Theorem
Genre Drama
Land, Jahr GB/Rumänien, 2013
Länge 107 Minuten
Regie Terry Gilliam
Drehbuch Pat Rushin
Kamera Nicola Pecorini
Schnitt Mick Audsley
Musik George Fenton
Produktion Nicolas Chartier, Dean Zanuck
Darsteller Christoph Waltz, Mélanie Thierry, Matt Damon, David Thewlis, Ben Whishaw, Tilda Swinton, Rupert Friend, Peter Stormare, Lucas Hedges
Verleih Filmladen

1 Kommentar

Warten auf Godot auf der Kasperlbühne

Auch ein Kinovisionär wie Terry Gilliam wird älter - und bedächtiger. Sein neuestes Werk ist eines seiner besinnlichsten und ruhigsten philosophischen Filmdiskurse, lässt sich aber bis auf ein paar immer wiederkehrende Lieblingselemente Gilliams nicht mit 12 Monkeys oder Brazil vergleichen. Es ist kluges absurdes Theater, in seiner Kernaussage stark an Samuel Beckett´s "Warten auf Godot" erinnernd - und mit einer heruntergekommenen Kirche als Schauplatz in barocken, bizarren Bildern erzählt.

10. Februar 2015
21:57 Uhr

von filmgenuss

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