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We Have Always Lived in the Castle

We Have Always Lived in the Castle

Drama, Mystery, Thriller. USA 2018. 90 Minuten.

Regie: Stacie Passon
Mit: Taissa Farmiga, Alexandra Daddario

Zwei verwaiste Schwestern möchten einfach nur in Frieden leben. Doch schon wieder funkt ihnen ein besserwisserischer Patriarch dazwischen ... Wohlig aufreibender Mystery-Thrill nach einem 60er-Jahre-Roman von Shirley Jackson (Spuk in Hill House).

Filmstart: 4. Oktober 2019

Worum geht’s?

Seit dem mysteriösen Tod ihrer Eltern durch eine Arsen-Vergiftung leben die 18-jährige „Merricat“ (Taissa Farmiga) und ihre Schwester Constance (Alexandra Daddario) gemeinsam mit ihrem lädierten Onkel Julian (Crispin Glover) isoliert im großzügigen Schloss der Familie. Seitdem man Constance nach dem Ableben ihrer Eltern des Mordes bezichtigt hat, betrachten die Bewohner der angrenzenden Gemeinde die Familie mit reichlich Argwohn. Das bekommt besonders Merricat zu spüren, die einmal in der Woche ins Dorf hinabsteigen muss, um nötige Einkäufe zu erledigen – die Shopping-Tour wird da nicht selten zum Spießrutenlauf vorbei an pöbelnden Dorfbewohnern. Durch Zäune und Vorhängeschlösser sowie andere, vom Aberglauben Merricats inspirierte Schutzmaßnahmen halten sich die Blackwood-Schwestern böse Flegeleien zwar zumindest innerhalb der eigenen vier Wände ganz gut vom Leib, das ändert sich jedoch als Cousin Charles (Sebastian Stan) plötzlich im roten Cabriolet in die Auffahrt biegt und das eingespielte Treiben der Außenseiter wenig behutsam aus dem Gleichgewicht rempelt. Während Constance sofort seinem Charme verfällt, ist der ungebetene Gast der ängstlichen Merricat ein unliebsamer Dorn im Auge …

Was wird geboten?

Wenn den Zuschauer bei einem Mystery-Thriller gleich von der ersten Sekunde an ein dezent mulmiges Gefühl im Magen begleitet, dann haben die Verantwortlichen einiges richtig gemacht. In leicht verkrampfter Sitzhaltung also darf man sich bei dieser identisch mit der Romanvorlage von 1962 betitelten Schauermär von einer bürgerlich pittoresken Sechzigerjahre-Kulisse einlullen lassen, die schon fast den schrullig schönen Szenenbildern eines Wes Anderson nahekommt – wenn sich da nicht unverzüglich diese latent unheilvolle Atmosphäre aufdrängen würde, die das spießige, vom sonnigen Gemüt Constances und ihren tüchtigen Kochkünsten aufrecht gehaltene Idyll besudeln würde … Am Ende fragt man sich zwar ein wenig, wer hier jetzt wirklich die Bösen waren – so wichtig scheint die Klärung der Moral-Frage dann aber doch auch wieder nicht.

 

Schau weiter …

Zeit ihres Lebens hat die US-Autorin Shirley Jackson Horror und Mystery in aufregende Schauer-Romane verpackt. Wer es bis jetzt noch nicht gemacht hat, sollte sich unbedingt auch auf die meisterlich inszenierte Netflix-Serie Spuk in Hill House einlassen, die ebenfalls ein Werk der Schriftstellerin zur Vorlage hat.

Text:  Claudia Dlapa

Credits

Titel We Have Always Lived in the Castle
Originaltitel We Have Always Lived in the Castle
Genre Drama/Mystery/Thriller
Land, Jahr USA, 2018
Länge 90 Minuten
Regie Stacie Passon
Darsteller Taissa Farmiga, Alexandra Daddario
Verleih Kinostar

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