Filminfo zu

Good Bye Lenin!

Good Bye Lenin!

Komödie. Deutschland 2003. 120 Minuten.

Regie: Wolfgang Becker (II)
Mit: Chulpan Khamatova, Daniel Brühl, Katrin Saß

Um seine bettlägrige Mutter zu schonen, inszeniert ein junger Ostberliner 1990 eine "sozialistische" Version der Deutschen Einheit - und lässt für sie auf 79 Quadratmetern Plattenbau die DDR wieder auferstehen.

Filmstart: 9. Mai 2003

Berlin, Hauptstadt der DDR, im August 1978. Den Start von Sojus 31, mit der Genosse Sigmund Jähn als erster Deutscher ins All fliegt, feiert Honeckers Reich als größten Triumph. Während Alex Kerner (Daniel Brühl) mit seiner Schwester Ariane (Maria Simon) den Raketenstart live im Fernsehen verfolgt, erfährt seine Mutter Christiane (Katrin Saß) von der Staatssicherheit, dass ihr Gatte Republiksflucht begangen hat - wegen einer anderen Frau. Christiane erleidet einen Zusammenbruch und landet in der Nervenklinik. Sie kehrt mit entschlossenem Willen zum Neuanfang nach Hause zurück: Durch leidenschaftlichen Einsatz für eine gerechte und soziale DDR-Gesellschaft wird sie sich fortan über den Abgang ihres Mannes hinweghelfen. Elf Jahre später, im Herbst 1989, ist die Selbstauflösung der DDR in vollem Gange. Und Christiane, unterwegs zur 40. DDR-Jahrestagsfeier, erleidet am Rande einer Demo einen Herzinfarkt. Als die Mauer fällt, liegt sie im Koma.
Acht Monate später, im Sommer 1990 - kurz vor der Währungsunion und wenige Monate vor dem endgültigen Aus für die DDR - öffnet Christiane unerwartet die Augen. Dass Ariane mittlerweile ein Kind bekommen hat und Alex mit der Krankenschwester Lara (Chulpan Khamatova) liiert ist, sind noch gute Neuigkeiten. Aber die Kunde vom Zusammenbruch jenes Staates, dem sie so innig verbunden war, würde Christiane zusehr aufregen, und einen zweiten Herzinfarkt würde sie nicht überleben. Alex hat keine Wahl: Er muss ihr bis auf weiteres vorspielen, dass die DDR, wie Mutter sie kannte, noch existiert. Anfangs gelingt das Experiment in der 79-Quadratmeter-Plattenbau-Wohnung - zusehends schreitet Christianes Genesungsprozess voran. Aber wie soll Alex dauerhaft an die von ihr geliebten Spreewald-Gurken kommen? Wie lange wird er sie noch vom Ansehen der Nachrichtensendung "Aktuelle Kamera" abhalten können? Und wie lässt sich das Coca-Cola-Plakat an der Hauswand gegenüber erklären?
Regisseur Wolfgang Becker erzählt eine unwiderstehlich komische, groteske Variante der gesamtdeutschen Historie - eine liebevolle Ostalgie-Farce voll Herz und Witz, in der ausnahmsweise zusammenwächst, was wirklich zusammengehört. "Good Bye Lenin! ist einer meiner drei Lieblingsfilme", schwärmt Hauptdarsteller Daniel Brühl. "Ein großartiger Qualitäts-Film, der ein großes Publikum begeistern und bewegen kann und soll."

Text:  Klaus Hübner

Credits

Titel Good Bye Lenin!
Originaltitel Good Bye Lenin!
Genre Komödie
Land, Jahr Deutschland, 2003
Länge 120 Minuten
Regie Wolfgang Becker (II)
Drehbuch Bernd Lichtenberg, Wolfgang Becker (II)
Kamera Martin Kukula
Schnitt Peter R. Adam
Musik Yann Tiersen
Produktion Stefan Arndt
Darsteller Chulpan Khamatova, Daniel Brühl, Katrin Saß, Maria Simon, Michael Gwisdek, Florian Lukas
Verleih Filmladen

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

0 Kommentare

Kommentar verfassen

Um Kommentare verfassen zu können, musst du eingeloggt sein.

Falls du bereits registrierter SKIP User bist, gehe zum , solltest du noch kein Benutzerprofil haben, kannst du dich hier registrieren.