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Clean

Clean

Drama. Frankreich, GB, Kanada 2004. 110 Minuten.

Regie: Olivier Assayas
Mit: Maggie Cheung, Nick Nolte

Maggie Cheung als ehemalige Drogensüchtige, die verzweifelt versucht, das Leben mit ihrem Sohn zu meistern.

Filmstart: 19. November 2004

Einst war Lee Hauser ein Rockstar mit Zukunft. Dann lernte er Emily (Maggie Cheung) kennen und mit ihr die harten Drogen - der Anfang vom Ende. Nach einer wilden Fahrt durch Karrieretiefen und Heroin-Highs kam sein vielversprechendes Leben in einem billigen Motel zu einem abrupten Finish: Eine Überdosis streckt ihn für immer nieder.
Es war Emily, die ihn ruiniert hat, darüber sind sich Lees Fans und Freunde einig. Als sie nach Monaten aus dem Gefängnis entlassen wird, steht Emily buchstäblich vor dem Nichts. Alles, was sie hat, ist Methadon & Musik - ihren kleinen Sohn Jay hat sie seit Jahren bei ihren Schwiegereltern Albrecht und Rosemary (Nick Nolte & Martha Henry) "geparkt".
Doch nun, wo sie mit nichts mehr ihre innere Leere füllen kann, sieht sie ihre letzte Chance gekommen, sich nochmal am eigenen Zopf aus dem Sumpf ihrer Vergangenheit zu ziehen. Sie will endlich ein erwachsener Mensch werden, für ihr Leben Verantwortung übernehmen, ihrem Sohn eine gute Mutter sein und vielleicht gar noch einen oder zwei ihrer Träume verwirklichen. Doch wenn man so lange von Illusionen gelebt hat, ist die wirkliche Welt ein harter und öder Platz. Emily kämpft an allen Fronten: Lees Eltern wollen ihren Enkel, der ihnen ans Herz gewachsen ist, nicht so einfach einer lebensunfähigen Junkie-Braut überlassen. Jay selber kennt seine Mutter kaum und lehnt sie ab, weil er sie für den Tod seines Vaters verantwortlich macht - und bricht Emily fast nochmal das Herz damit. Und auch der Alltag fällt ihr schwer: Von der Musik kann sie nicht leben, und die stupiden McJobs, die sie mit ihrer mangelnden Ausbildung bekommt, frustrieren Emily ungemein. Trotzdem gibt sie nicht auf - und schließlich überzeugt sie ihren Schwiegervater davon, ihr noch eine Chance zu geben.
Wie ist das, wenn niemand mehr an dich glaubt außer dir selber? Der französische Regisseur Olivier Assayas (Irma Vep, Das Ende der Unschuld) machte aus dieser essenziellen Frage ein bewegendes Drama, das seiner Hauptdarstellerin (und Ex-Ehefrau) Maggie Cheung heuer als Beste Darstellerin die Goldene Palme von Cannes einbrachte. Nick Nolte als Großvater in Gewissensnöten und Béatrice Dalle als Emilys einzige wahre Freundin liefern weitere darstellerische Glanzleistungen - eine wichtige Rolle in Clean spielt allerdings auch die Musik: Den großartigen Score schrieb niemand geringerer als der große Brian Eno, Beiträge zum Soundtrack (und Cameos) gibt´s dazu von Tricky und dem legendären Gitarren-Hero David Roback (Mazzy Star).

Text:  Gini Brenner

Credits

Titel Clean
Originaltitel Clean
Genre Drama
Land, Jahr Frankreich/GB/Kanada, 2004
Länge 110 Minuten
Regie Olivier Assayas
Drehbuch Sarah Perry, Malachy Martin, Olivier Assayas
Kamera Eric Gautier
Schnitt Luc Barnier
Musik Tricky, Brian Eno, David Roback
Produktion Xavier Giannoli, Niv Fichman, Edouard Weil, Sarah Perry, Xavier Marchand
Darsteller Maggie Cheung, Nick Nolte, Béatrice Dalle, Mary Moulds
Verleih Stadtkino

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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