Filminfo zu

Music of the Heart

Music of the Heart

Drama. USA 1998. 134 Minuten.

Regie: Wes Craven
Mit: Meryl Streep, Angela Bassett

Vom Haus der Toten zur Maus mit Noten: Horror-Experte Wes Craven inszeniert Meryl Streep als Geigenlehrerin im Ghetto.

Im Grunde seines Wesens ist der amerikanische Horrorfilm-Experte Wes Craven (Hügel der blutigen Augen, Nightmare on Elm Street) ein sensibler Mensch, der auf klassische Musik steht und große Gefühle liebt. Doch immer wenn er seinen Produzenten damit kam, blockten sie ab und wollten lieber Blut und Beuschl sehen. Einzig Miramax-Boss Harvey Weinstein zeigte Verständnis und bot dem Regisseur, den er 1997 nach dem Riesenerfolg von Scream unbedingt fester an sein Studio binden wollte, einen Film-Deal an, der nicht unbedingt nur aus Herzflattern und Gänsehaut bestehen sollte. Craven sah sich die Liste der potentiellen Projekte durch und entschied sich nach kurzem Zögern für die wahre Geschichte einer weißen Musiklehrerin, die schwarzen Ghettokindern Unterricht im Geigenspiel gibt.
East Harlem, 1980. Ausgerechnet in einem der verrufensten und gewalttätigsten Viertel des Big Apple versucht Roberta Guaspari, weiße Mittelschicht, alleinerziehende Mutter zweier Söhne, ihre Schulkinder für die Schönheit des Geigenspiels zu begeistern. Auf elterliche und behördliche Einwände, wonach es vielleicht angebrachter wäre, zuerst die Gewalt in der Gegend in den Griff zu kriegen und sich erst dann (wenn überhaupt) um die Geige zu kümmern, reagiert sie verständnislos bis unwirsch. Die Dame ist ein pädagogischer Irrwisch, der Weg ist mühsam, aber nach anfänglichen Schwierigkeiten hat ihr Programm großen Erfolg. Was niemand außer Guaspari für möglich gehalten hätte, tritt ein: Die Geige gibt den Kindern aus der Unterschicht Seelenstärke, Zuversicht und Selbstvertrauen.
Guasparis Geigenprojekt war schon einmal Thema eines Films: 1996 wurde Alan Millers Dokumentation Small Wonders für den Oscar nominiert. Wes Craven konnte für seinen Film eine der profiliertesten Darstellerinnen Hollywoods gewinnen: Meryl Streep sagte nach anfänglichem Zögern zu - eben weil sie erkannte, dass der Mann doch nicht nur Horror im Hirn hat. "Ein Schauspieler will nichts anderes als sich in die Hände von jemanden zu begeben, der seine Arbeit mit Leidenschaft versieht. Wes konnte mich überzeugen, dass dieser Film ein Liebesdienst ist.”

Credits

Titel Music of the Heart
Originaltitel Music of the Heart
Genre Drama
Land, Jahr USA, 1998
Länge 134 Minuten
Regie Wes Craven
Drehbuch Pamela Gray
Kamera Peter Deming
Schnitt Patrick Lussier
Musik Mason Daring
Produktion Marianne Maddalena
Darsteller Meryl Streep, Angela Bassett, Aidan Quinn, Gloria Estefan
Verleih Filmladen

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

0 Kommentare

Kommentar verfassen

Um Kommentare verfassen zu können, musst du eingeloggt sein.

Falls du bereits registrierter SKIP User bist, gehe zum , solltest du noch kein Benutzerprofil haben, kannst du dich hier registrieren.