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Der goldene Kompass

His Dark Materials: The Golden Compass

Action, Fantasy, Literaturverfilmung. USA 2007. 113 Minuten.

Regie: Chris Weitz
Mit: Daniel Craig, Nicole Kidman, Eva Green

Ein kleines Mädchen, ein kriegerischer Eisbär, ein weiser Cowboy und eine fliegende Hexe retten die Welt: Fantasy der Extraklasse, inszeniert von den Kultfilm-Brüdern Chris & Paul Weitz (About a Boy, American Pie) und starbesetzt mit Nicole Kidman, Daniel Craig und Eva Green.

Filmstart: 7. Dezember 2007

Es gibt so viele verschiedene Welten wie es Gedanken gibt, so viele Universen, wie sich Menschen sie vorstellen können. Die Welt der 11-jährigen Lyra Belacqua (Dakota Blue Richards) ist in vieler Hinsicht der unseren ähnlich, aber es gibt auch fundamentale Unterschiede: So lebt hier etwa die Seele eines Menschen außerhalb des Körpers - als eigenständiges Wesen in Tiergestalt, Dæmon genannt.

Lyra ist Vollwaise, aber keineswegs allein auf der Welt. Ihr Onkel, Lord Asriel (Daniel Craig) sorgt für sie, auch wenn er als berühmter Wissenschaftler meistens irgendwo in der Weltgeschichte unterwegs ist. Immer an Lyras Seite dagegen ist ihr bester Freund Roger, und natürlich auch ihr Dæmon namens Pantalaimon. Lyra ist ein hellwaches, mutiges Mädchen. Nur eins macht ihr Angst: Die mysteriösen Gobblers, von denen man erzählt, dass sie Kinder entführen, um ihnen Schreckliches anzutun.

Und dann geschehen seltsame, unheilvolle Dinge. Lord Asriel scheint in Gefahr, wenig später verschwindet Roger - die Gobblers haben ihn mitgenommen. Lyra schwört, ihn zu finden und zu retten, doch sie weiß nicht, wo sie beginnen soll. Hilfe erhofft sie von der schönen und einflussreichen Mrs. Coulter (Nicole Kidman), die Lyra zu sich nimmt und ein seltsam intensives Interesse an ihr hegt. Wenig später macht Lyra allerdings eine schreckliche Entdeckung: Niemand anders als Mrs. Coulter ist die Anführerin einer Geheimorganisation der Regierung namens G.O.B. - die Gobblers.

Panisch flüchtet sie, um ihre Suche nach Roger fortzusetzen, hoch hinauf in den Norden, wo die Gobblers die entführten Kinder festhalten und sie von ihren Dæmonen zu trennen versuchen. Es wird eine beschwerliche Reise, doch bald findet Lyra drei Gefährten, die ihr beistehen: Die wilde Hexenkönigin Serfina Pekkala (Eva Green), der schrullige texanische Ballonfahrer Lee Scoresby (Sam Elliott) und der mächtige Kampf-Eisbär Iorek Byrnison. Gemeinsam ziehen sie nun in Richtung Nordpol. Doch nicht nur das Leben Rogers und der anderen Kinder steht auf dem Spiel. Auch Lord Asriel braucht dringend ihre Hilfe, denn er hat eine Entdeckung gemacht, die das Schicksal gleich mehrerer Welten beeinflussen kann und wird - und die Regierung will genau das verhindern.

Der goldene Kompass ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Philip Pullman und der erste Teil einer Fantasy-Trilogie für Jugendliche, die unter dem Namen His Dark Materials im englischen Sprachraum mindestens so bekannt ist wie bei uns die Bücher von Michael Ende oder Astrid Lindgren. Die vielschichtige Story folgt nicht den üblichen Fantasy-Klischees von Gut und Böse und entführt in eine magische Welt, die einen mit ihrer kreativen Schönheit sofort in den Bann nimmt. Um das alles ins Kino zu transportieren, mussten die richtigen Leute ran: Seit American Pie oder About a Boy weiß man, dass den leidenschaftlichen Filmemachern Chris & Paul Weitz nichts Menschliches fremd ist. Sie schafften es perfekt, diese Unmittelbarkeit auch in den überlebensgroßen Maßstab eines Special-Effects-Megablockbusters zu transportieren: Gemeinsam mit dem oscargekrönten Visual-Effects-Maestro Dennis Gassner erschufen sie eine magische Welt, bevölkert von mächtigen Kreaturen und voller faszinierender Details, spektakulärer Überraschungen und viel viel Herz und Hirn.

Text:  Kurt Zechner

Credits

Titel Der goldene Kompass
Originaltitel His Dark Materials: The Golden Compass
Genre Action/Fantasy/Literaturverfilmung
Land, Jahr USA, 2007
Länge 113 Minuten
Regie Chris Weitz
Drehbuch Chris Weitz basierend auf den Romanen von Philip Pullman
Kamera Henry Braham
Schnitt Anne V. Coates, Peter Honess
Musik Alexandre Desplat
Produktion Paul Weitz, Bill Carraro, Deborah Forte
Darsteller Daniel Craig, Nicole Kidman, Eva Green, Dakota Blue Richards, Sam Elliott
Verleih Warner

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

6 Kommentare

Mißglückt

Wenn es wirklich die Absicht der Gebrüder Weitz war, für "Herr der Ringe" ene würdige Nachfolgetrilogie zu schaffen, dann muß man bedauernd Feststellen - Aufgabe mißglückt. Es wäre so, als würde man einen Araberhengst mit einer Bisamratte vergleichen.
Selbst in den unaufgeregten,philosophisch angehauchten Erzählphasen von "Herr der Ringe" liegt mehr Spannug als in zum Teil lächewrlich wirkenden Actionszenen in "Goldener Kompass".
Vielleicht sollten die Brüder Weitz erst einmal Anschauungsunterricht bei Peter Jackson nehmen.

10. Dezember 2007
00:16 Uhr

von Tricksi

Fantasy-Märchen

Habe den Film auf Englisch gesehen, und muss sagen, ein wirklich schönes Märchen mit tollen Bildern und vielen Abenteuern! Vor allem Dakota Blue Richards hat mich mit ihrer schauspielerischen Leistung überzeugt, aber auch die anderen Charaktere habe alle einen besonderen Charme (z.B. Eva Green als Hexe, der texanische Cowboy, und viele mehr). Da der Film Teil einer Trilogie ist, heißt es mal wieder warten ...

11. Dezember 2007
14:31 Uhr

von Tame

anfängliche begeisterung, am ende eher enttäuschung

ich denke, wenn man die bücher gelesen hat, ist man von der filmischen umsetzung relativ enttäuscht. obwohl ich finde daß die besetzung wirklich erstklassig ist und wirklich zu den charakteren paßt, und meiner meinung auch lyras welt wirklich gut umgesetzt wurde, und vor allem am anfang gut in die geschichte eingeführt wird, war ich insgesamt alles andere als begeistert.
zum einen liegt das daran, daß mir die story sehr oberflächlich vorgekommen ist, was beim buch ganz und gar nicht der fall war, und viele für mich wichtige kleinigkeiten fehlen oder anders sind, aber gut, das liegt in erster linie am medium film...man kann nunmal in knapp 2 stunden nicht so ins detail gehen wie auf 500 seiten.
was mich aber gestört hat, vor allem weil ichs als völlig sinnlos empfunden habe, war daß der svalbaard- und der bolvangar-handlungsstrang vertauscht waren. warum?
und wirklich schlimm war, daß das komplette, höchst-dramatische, ende des buches gefehlt hat (so wird auch lord asriels mini-rolle im film überhaupt nicht klar). ich habs echt nicht gepackt, als auf einmal der abspann begonnen hat. diese entscheidung ist überhaupt nicht nachvollziehbar, vor allem auch deswegen, weil im trailer szenen gezeigt wurden, die eindeutig aus dem ende entnommen waren, was ich wirklich als frechheit und betrug empfinde.
so entläßt einem das ende relativ gleichgültig was denn nun aus lyra wird, und man fiebert nicht wirklich der fortsetzung entgegen (obwohl ich natürlich hoffe, daß sie kommt), was beim originalende sicher der fall gewesen wäre.
ich finds auch dramaturgisch fragwürdig, den film ohne echten dramatischen höhepunkt enden zu lassen, auch weil die geschichte unvollständig wirkt, und dafür wahrscheinlich den 2. film mit einem knaller beginnen zu lassen.

12. Dezember 2007
12:48 Uhr

von simon1802

Fehlender Teil

Wegen dem fehleden Teil am Ende ist das so, dass dieses Ende im zweiten Teil zu sehen sein wird. Das haben sie gemacht um einen besseren Einstieg in den zweiten Teil zu haben. Ich finde den Film an sich sehr gut, was mich nur ein bisschen enttäuscht hat, ist dass es keine stimmungsvoll Musik gegeben hat. Das ist das einzige, dass ich kritisiren kann aber an sonsten finde ich den Film sehr gut.

17. Dezember 2007
18:09 Uhr

von Pegasus12

Noch nicht allzu viel 'Staub' aufgewirbelt...

Es ist natürlich immer problematisch, ein Buch mit seiner Verfilmung zu vergleichen. Selbstredend, dass literarisch detailreicher vorgegangen werden kann. Insofern ist der "Goldene Kompass" gar nicht mal so schlecht, er ist mittelmäßig. Die SchauspielerInnen agieren allesamt gut, die Tricktechnik (Panserbjörn) ist fein und die Ausstattung (Zeppelin etc.) der Parallelwelt sehr kreativ umgesetzt. Das Problem liegt im szenischen Übergang, der hüpft oft zu abrupt. Bleibt zu hoffen, dass in Teil II + III mehr vom Background aufgerollt wird. Was hat es mit dem 'Staub' genau auf sich? Wie geht's mit den Daemonen weiter?
Peter Jackson als Regisseur wäre natürlich der Sprung in die Champions League. Mal sehen....

20. Dezember 2007
19:16 Uhr

von elvellon

sany

ich hoff das bald teil 2 kommt

16. Dezember 2008
14:55 Uhr

von honeymaus2186

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