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Megacities

Megacities

Dokumentation. Österreich 1998. 90 Minuten.

Regie: Michael Glawogger

Wie leben und überleben Menschen in Megacities wie Bombay, New York oder Mexico City? Davon berichtet dieser Film, der Österreich bei Robert Redfords Filmfestival in Sundance vertrat.

In Mexico City leben an die 24 Millionen Menschen in Lärm und Gestank. Zwei davon, Lola und ihr Mann, betreiben einen mobilen Straßenkiosk. Sie verkaufen gefüllte Paprika mit Käse, Hühner-Steaks und verschiedene Tortillas, die Lola nachts zu Hause zubereitet. "Zu Hause", das ist nichts anderes als ein Hinterhofzimmer mit einem Bett, einem Tisch, einem Herd und einem Radio. Samstags zieht Lola ihre goldenen Schuhe an und ihr Mann seinen einzigen Anzug. Dann gehen sie aus und führen vor, wie elegant sie sind. In Bombay leben geschätzte 16 Millionen Menschen in Gedränge, Hitze, Lärm und Gestank. Shankar unterhält die Leute mit seinem Bioskop. Es besteht aus gefundenen Filmstücken. Babu Khan siebt Farben. Danach ist er bis in jede Pore seiner Haut rot, blau, gelb, grün. Zum Waschen hat er nur einen kleinen Gummikübel, trotzdem ist er jeden Abend blitzsauber. In Moskau leben an die acht Millionen Menschen. Oleg, Borja, Kolya und Mischa sind Straßenkinder. Ihre Eltern sind Säufer. Sie träumen vom Süden, weil es dort wärmer ist. In New York leben rund neun Millionen Menschen. Einer davon ist der Hustler Toni, der täglich 250 Dollar für Drogen braucht. Er handelt mit "Pussys". Weil er aber Mädchen nicht mehr so ausnützen will, verkauft er nur noch "Air-Pussys". Das heißt, er vermittelt Mädchen, die es nicht gibt, in Bordellen, die es nicht gibt. Toni hat keine Träume mehr. Der Österreicher Michael Glawogger (Die Ameisenstraße) filmte die Menschen in den Megacities nicht von oben herab, sondern mit Verständnis für ihre Lebensumstände. (gd)

Credits

Titel Megacities
Originaltitel Megacities
Genre Dokumentation
Land, Jahr Österreich, 1998
Länge 90 Minuten
Regie Michael Glawogger
Kamera Wolfgang Thaler
Schnitt Andrea Wagner
Musik Remo Fernandes
Verleih Polyfilm

Bewertung

Humor  
Action  
Spannung  
Anspruch  
Romantik  
Erotik  

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