Kochen für Mr. Holmes

Interview mit Laura Linney zu Mr. Holmes

Die Truman Show, Mystic River, The Big C: Laura Linney ist eine der Versatilsten und Beständigsten im  Charakterfach. In Berlin präsentierte sie das fiktive Sherlock Holmes-Biopic Mr. Holmes.

SKIP: Was hat Sie als Amerikanerin zu diesem so englischen Stoff gebracht?

Laura Linney: (lacht) Ganz simpel, Regisseur Bill Condon. Wir haben schon viel zusammengearbeitet, und ich hatte das Glück, dass er mich auch für diesen Film wollte.

SKIP: Sie sind vor kurzem Mutter geworden, wie kriegen Sie das jetzt mit der Arbeit unter einen Hut?

Laura Linney: Das lerne ich gerade (lacht). Mr. Holmes war jetzt der erste Film nach der Geburt, glücklicherweise hat sich mein Kurz-nach-der-Geburt-Körper sehr gut mit der Rolle der dicken Haushälterin vertragen.

SKIP: Wie lief die Arbeit mit Ian McKellen?

Laura Linney: Na, was soll ich sagen, fantastisch! Er ist so unglaublich erfahren und schlau und weiß immer genau, was er tut. Und er liebt seinen Beruf immer noch so sehr und ist auch immer noch neugierig. Echt ein Vorbild, und ein Privileg, mit ihm arbeiten zu dürfen.

SKIP: Ms. Linney, Sie waren bereits dreimal für den Oscar nominiert, haben ihn aber noch nie bekommen …

Laura Linney: Nun, manchmal ist das schon hart, klar. Speziell wenn man einen Film am Start hat, bei dem man weiß, dass er einen Preis verdienen würde. Aber andererseits ist es auch ganz großartig und aufregend, überhaupt da mitmischen zu dürfen und sagen zu können: Ich darf zu den Oscars!

SKIP: Sie denken immer noch so, nach so vielen Jahren in dem Business?

Laura Linney: Aber klar doch! Auch wenn man natürlich immer versuchen muss, als Nominierte halbwegs ruhig zu bleiben, damit es nicht peinlich wird. Gut, heuer stellte sich das Problem für mich eh nicht (lacht). Aber es herrscht da im Falle ein unglaubliches Maß an Aufregung um einen herum, es ist wirklich schwer, da kühlen Kopf zu bewahren. Jeder in deinem Umkreis dreht nämlich völlig durch (lacht). Aber mit ein bisschen Abstand kann man das alles auch durchaus genießen und lustig finden. Kann sich einen Spaß daraus machen, und diese Verrücktheit auch bewusst mit Freude erleben, so lange man eben diese Möglichkeiten hat.

SKIP: Haben Sie auch Spaß an dem Glamour-Teil des Jobs, den  schönen Kleidern etc.?

Laura Linney: Naja, ein bisschen schon. Ich bin schon besser geworden damit, aber es ist definitiv nichts Normales für mich. Wenn man wie ich im Theater groß wurde, rennt man ja fast immer mit Jogginghosen rum. Glamour spielt da keine so große Rolle.

Interview: Kurt Zechner / Februar 2015

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